Katholischer Akademischer Ausländer-Dienst
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Aktualisiert: 19.03.12
Afrikareise: Stärkung des KAAD-Netzwerks in Zimbabwe - erfolgreiches Alumni-Seminar in Kenia
Seit über 15 Jahren engagiert sich der KAAD in Zimbabwe und setzt dort einen Schwerpunkt seiner Arbeit in Afrika. Neben den zimbabwischen Stipendiaten in Deutschland, gab es auch eine beachtliche Zahl von sogenannten Sur Place Stipendiaten, die für Master-Studien an der University of Zimbabwe in Harare gefördert wurden.
Das Netzwerk der Alumni und Stipendiaten in Zimbabwe heißt KASSA – KAAD Association of Scholars from Southern Africa. Es gab in den letzten Monaten intensive Bemühungen, diesem Netzwerk wieder zu neuer Vitalität zu verhelfen. Die Mitglieder Godess Bvukutwa und Eugene Bagaragaza haben diese Anstrengungen unternommen und wurden dabei vom KAAD-Partnergremiums-Vorsitzenden Dr. David Kaulem beraten.
Der Leiter des Afrika-Referats, Dr. Marko Kuhn, konnte nun auf seiner zweiten Dienstreise nach Zimbabwe die Bemühungen von KASSA unterstützen und am KASSA-Seminar teilnehmen, welches am 06. November 2010 in Harare stattfand.

Da Zimbabwe seit 10 Jahren in einer politisch wie wirtschaftlich sehr prekären Situation ist, haben einige der Alumni das Land verlassen und arbeiten nun in den umliegenden Ländern Südafrika, Zambia, Namibia oder Malawi. Dennoch besteht Kontakt mit vielen der insgesamt 45 Alumni, und der Exodus in die Nachbarstaaten hat sich als geringer erwiesen als erwartet.
Zum Seminar in Harare versammelten sich 15 Personen an der Jesuiten-Hochschule Arrupe-College. Das Thema des Seminars lautete: “Constitution Making in Zimbabwe and the Role of the Church”.
Zum Netzwerk des KAAD in den Schwerpunktländern gehören neben den Alumni-Gruppen auch die Partnergremien. In Zimbabwe hat sich unter der Leitung von Dr. David Kaulem 2009 ein neues Partnergremium formiert, das seinen Sitz an der Hochschule der Jesuiten in Harare hat und dessen Mitglieder dort als Lehrende oder Seelsorger tätig sind. Trotz der schwierigen Lage im Bildungssektor des Landes gelingt es, geeignete Kandidaten für KAAD-Stipendien zu finden und die erfolgreichen Bewerber als Stipendiaten in das KAAD-Netzwerk zu intergrieren. Neben den „klassischen“ Bereichen Landwirtschaft und Ingenieurwissenschaften bildet sich mittlerweile ein Schwerpunkt im Bereich von „Justice and Peace“ heraus (Rechtswissenschaftler, Politologen, Soziologen). Die katholische Kirche in Zimbabwe ist durch die Catholic Commission of Justice and Peace sehr aktiv in der Förderung der Bürgerrechte und der politischen Partizipation – trotz oder gerade wegen der restriktiven Politik im Land.
Weitere Stationen auf der Dienstreise des Referatsleiters waren: Besuch bei Deutschen Institutionen in Harare (Deutsche Botschaft, Goethe-Zentrum, Konrad-Adenauer-Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung, Misereor Büro); Gespräche mit der Leitung des African Forum for Catholic Social Teaching (AFCAST), Besuch des Zentrums der katholischen Studentengemeinde in Harare; Gespräche mit dem Erzbischof von Harare, Robert Christopher Ndlovu und Weihbischof Patrick Mumbure Mutume in Mutare; Besuch der University of Zimbabwe, des Arrupe College der Jesuiten, der Women’s University in Africa, der Catholic University in Zimbabwe und der Africa University (Mutare); Besuche bei Sekundarschulen in kirchlicher und staatlicher Trägerschaft.
Auf der Rückreise nach Deutschland machte Referatsleiter Kuhn Station in Nairobi, wo das Alumninetzwerk KASEA sein jährliches Seminar abhielt. Hier ist die Vereinigung größer als in Zimbabwe, weil es eine größere Zahl von Alumni gibt. 35 Personen nehmen regelmäßig am ‚annual seminar’ teil.

KAAD-Alumni heute

Dominic Ko Ko Lwin (Myanmar)
Als der Zyklon Nargis im April 2008 auf Myanmar traf und dort mit über 84.000 Toten und Hunderttausenden Obdachlosen eine humanitäre Katastrophe hinterließ, war es unter anderem Dominic Ko Ko Lwin, KAAD-Alumnus, der eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau spielte. In seiner Tätigkeit als Programmkoordinator für die Caritas Pathein war er laut Caritas Direktor Father Henry Eikhlein „von größter Bedeutung für den Erfolg des Rehabilitationsprojekts“.


