Katholischer Akademischer Ausländer-Dienst
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Aktualisiert: 15.03.12

Das diesjährige KAAD-Regionalseminar Afrika stand unter dem aktuellen Motto: „Demokratie und Nation-Building in Afrika“. Hauptredner war der in Frankfurt lebende äthiopische Unternehmensberater und Schriftsteller Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate, der durch die Bücher „Manieren“ und „Ein Prinz aus dem Hause David“ in Deutschland bei einem breiten Publikum bekannt ist.
Dr. Asfa-Wossen traf bei dem Seminar in Ellwangen (25.-28. November 2009) auf eine beachtliche Gruppe von Landsleuten, aber auch auf einen sehr interessierten und engagierten Kreis von Stipendiaten aus anderen afrikanischen Ländern.
Das Thema Demokratie und Nation Building wurde vor allem aus der Sicht der Stipendiaten aus Äthiopien, Kenia, Ghana und Kamerun betrachtet, da aus diesen Ländern die größten Teilnehmergruppen (jeweils ca. 10 Personen) kamen. So sprach z.B. der ghanaische Ex-Minister und augenblickliche Promotionsstipendiat Nana Ato Arthur in einem engagierten Vortrag über die Situation in seinem Land und über seine persönlichen Erfahrungen als Politiker; weitere Statements kamen aus Kenia und Kamerun.
Die Rede des äthiopischen Prinzen und Kenners der afrikanischen Politik trug stark zu dem Impuls zu Veränderung bei, der schlussendlich von dem Seminar ausging. Dr. Asfa-Wossen appellierte an die Verantwortung der Stipendiaten als zukünftige Führungskräfte des Kontinents, was bei den Zuhörern einen starken Eindruck hinterließ. Ebenso beeindruckt zeigte sich auch Asfa-Wossen in Hinblick auf die Diskussion mit seinem ‚Publikum’. Die Kommentare und Fragen veranlassten ihn zur Aussage: „Nach dem Gespräch mit Ihnen habe ich mehr Hoffnung für unseren Kontinent als vorher.“

Die Rückmeldungen der Stipendiaten zeigte, dass sie es als Ihre Aufgabe empfinden, Veränderungen in Ihren Ländern zu bewirken – im Sinne dessen, was in Ellwangen diskutiert wurde und bei KAAD-Veranstaltungen immer wieder betont wird
Das Seminar fand in Zusammenarbeit mit den Comboni-Missionaren im Haus Josefstal in Ellwangen statt, wo die Atmosphäre und die Verbindung zu Afrika zum Erfolg des Seminars beitrugen.
KAAD-Alumni heute

Dominic Ko Ko Lwin (Myanmar)
Als der Zyklon Nargis im April 2008 auf Myanmar traf und dort mit über 84.000 Toten und Hunderttausenden Obdachlosen eine humanitäre Katastrophe hinterließ, war es unter anderem Dominic Ko Ko Lwin, KAAD-Alumnus, der eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau spielte. In seiner Tätigkeit als Programmkoordinator für die Caritas Pathein war er laut Caritas Direktor Father Henry Eikhlein „von größter Bedeutung für den Erfolg des Rehabilitationsprojekts“.


