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Aktualisiert: 19.03.12
Dominic Ko Ko Lwin (Myanmar)

Als der Zyklon Nargis im April 2008 auf Myanmar traf und dort mit über 84.000 Toten und Hunderttausenden Obdachlosen eine humanitäre Katastrophe hinterließ, war es unter anderem Dominic Ko Ko Lwin, KAAD-Alumnus, der eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau spielte. In seiner Tätigkeit als Programmkoordinator für die Caritas Pathein war er laut Caritas Direktor Father Henry Eikhlein „von größter Bedeutung für den Erfolg des Rehabilitationsprojekts“.
Lwins Werdegang war dabei erstaunlich geradlinig: Nachdem er zunächst einen Abschluss in Business Administration von der britischen Association of Business Executives erhalten hat, konnte er in Myanmar an der University of Eastern Yangoon einen Bachelor of Arts in Economics machen. Im Anschluss daran war er vier Jahre lang für die Erzdiözese von Yangon tätig, zunächst als Accountant, später als Schatzmeister.
Da der 34jährige sich seinem Heimatland sehr verbunden fühlt, ist es sein Herzenswunsch gewesen, etwas zur Verbesserung der Lebenssituation der Einwohner beitragen zu können. Mit der Förderung des KAAD hat er einen MBA mit Spezialisierung auf International Public Management am Asian Institute of Technology (AIT) in Bangkok/Thailand erhalten können. In seinem Studium beschäftigte er sich ausführlich mit dem Thema Katastrophenhilfe, ein Bereich, der ihm persönlich sehr am Herzen liegt und zu dem er während seines Studiums bereits Analysen veröffentlicht hat. Als im Jahr 2008 Myanmar von dem Zyklon Nargis getroffen wurde, kehrte Dominic Ko Ko Lwin im direkten Anschluss an sein Studium nach Myanmar zurück, um dort für die Caritas Pathein Rehabilitierungsprogramme für die überlebenden Opfer von Nargis zu koordinieren. Parallel zu seiner Arbeit war er ehrenamtlich für die Caritas Hpa-An und die Diözese von Pathein tätig. Dort arbeitete er mit seinen Kollegen daran, die Hilfeleistungen von UN und internationalen Organisationen zu dokumentieren, Berichte und Guidelines zu formulieren und einen soliden Plan für die zukünftige pastorale und diözesane Arbeit vor Ort zu erstellen.
Nach dem Auslaufen der Rettungs- und Rehabilitierungsmaßnahmen arbeitete Dominic Ko Ko Lwin als Credit Control Manager einer namhaften thailändischen Reisegesellschaft, eine Stelle mit großer Verantwortung. Trotzdem sieht Lwin seinen Lebenszweck im Katastrophenmanagement und der sozialen Arbeit: „Als ich an der gesellschaftlichen Basis gearbeitet habe, hatte ich den starken Wunsch, die Lebensumstände der Bevölkerung, soweit es mir nur möglich ist, zu verbessern. Ich habe mein ganzes Wissen und Qualifikation dafür aufgebracht und eingesetzt. Und ich glaube, dass ich noch mehr für mein Land und die Kirche tun kann, wenn ich meine akademische Ausbildung abgeschlossen habe. Mein ganzes Leben war ich in der sozialen Arbeit tätig, und ich sehe auch meine ganze Zukunft darin.“
Aktuell verfolgt Lwin ein Promotionsvorhaben in Disaster Preparedness, Mitigation and Management (DPMM) am Asian Institute of Technology in Bangkok, erneut mit Förderung des KAAD. Danach möchte er so schnell wie möglich nach Myanmar zurückkehren und erneut für die Kirche im Katastrophenmanagement tätig werden.
Vgl. hierzu auch einen Artikel des Bistums Regensburg, mit dem der KAAD seit 2001 in Kooperation mit der Assumption-University in Bangkok ein gemeinsames Stipendienprogramm für Studenten aus Myanmar unterhält:
http://www.bistum-regensburg.de/druck.asp?show=news&op=show&id=4963
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Dominic Ko Ko Lwin (Myanmar)
Als der Zyklon Nargis im April 2008 auf Myanmar traf und dort mit über 84.000 Toten und Hunderttausenden Obdachlosen eine humanitäre Katastrophe hinterließ, war es unter anderem Dominic Ko Ko Lwin, KAAD-Alumnus, der eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau spielte. In seiner Tätigkeit als Programmkoordinator für die Caritas Pathein war er laut Caritas Direktor Father Henry Eikhlein „von größter Bedeutung für den Erfolg des Rehabilitationsprojekts“.


